Aussegnung Ablauf: Was Sie über den Abschiedsritus wissen müssen
Der Verlust eines geliebten Menschen ist eine schmerzliche Erfahrung. In dieser schweren Zeit suchen viele Menschen nach Trost und rituellen Handlungen, die den Abschied erleichtern. Die Aussegnung ist ein solcher Ritus, der in der evangelischen Kirche eine wichtige Rolle spielt. Doch was genau ist eine Aussegnung, und wie läuft sie ab? Dieser Artikel gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über den Ablauf der Aussegnung und hilft Ihnen, diesen bedeutsamen Moment besser zu verstehen.
Aussegnung Ablauf: Ein umfassender Leitfaden für den Abschied
Die Aussegnung ist ein traditioneller Brauch, der Sterbenden und Verstorbenen in der evangelischen Kirche zugesprochen wird. Sie dient dazu, den Übergang vom Leben zum Tod zu begleiten und den Angehörigen Trost zu spenden. Doch wie genau sieht der Ablauf einer Aussegnung aus? Und welche Bedeutung hat dieser Ritus?
Was ist eine Aussegnung?
Die Aussegnung ist eine Andacht, die entweder am Sterbebett oder nach dem Tod eines Menschen durchgeführt wird. Sie ist ein Segen, der dem Sterbenden Kraft geben und ihm den Weg ins Jenseits erleichtern soll. Den Angehörigen bietet die Aussegnung die Möglichkeit, sich in Würde zu verabschieden und Trost im Glauben zu finden. Die Aussegnung ist kein fester Bestandteil einer Bestattung, kann aber auf Wunsch der Angehörigen durchgeführt werden.
Wann findet eine Aussegnung statt?
Eine Aussegnung kann in zwei unterschiedlichen Situationen stattfinden:
- Am Sterbebett: Wenn ein Mensch im Sterben liegt, kann eine Aussegnung ihm und seinen Angehörigen Trost und Kraft spenden.
- Nach dem Tod: Die Aussegnung kann auch nach dem Tod des Menschen durchgeführt werden, bevor der Leichnam abgeholt wird.
Wer führt die Aussegnung durch?
In der Regel wird die Aussegnung von einem Pfarrer oder einer Pfarrerin durchgeführt. In manchen Fällen können aber auch andere Kirchenmitglieder oder qualifizierte Laien die Aussegnung leiten.
Der Ablauf einer Aussegnung
Der genaue Ablauf einer Aussegnung kann variieren, je nach den individuellen Wünschen der Angehörigen und den Gepflogenheiten der jeweiligen Gemeinde. Im Allgemeinen umfasst die Aussegnung jedoch folgende Elemente:
- Eröffnung: Die Aussegnung beginnt meist mit einer kurzen Begrüßung und einigen tröstenden Worten des Pfarrers oder der Pfarrerin.
- Gebet: Ein Gebet, in dem für den Sterbenden oder Verstorbenen gebetet wird und um Gottes Segen für die Angehörigen gebeten wird.
- Lesung: Eine Lesung aus der Bibel, die Trost und Hoffnung spendet. Häufig werden Psalmen oder Abschnitte aus dem Neuen Testament gewählt.
- Ansprache: Eine kurze Ansprache des Pfarrers oder der Pfarrerin, in der er oder sie auf das Leben des Verstorbenen eingeht und die Bedeutung des Glaubens in der Trauer hervorhebt.
- Segen: Der eigentliche Segen, der dem Sterbenden oder Verstorbenen zugesprochen wird. Dabei kann der Pfarrer oder die Pfarrerin die Hand auflegen oder ein Kreuzzeichen machen.
- Abschluss: Die Aussegnung endet mit einem gemeinsamen Vaterunser und einem abschließenden Gebet.
Beispiele für Gebete und Texte
Im Rahmen der Aussegnung können verschiedene Gebete und Texte verwendet werden. Hier einige Beispiele:
- Psalm 23: "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln..."
- Johannes 14,1-3: "Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!..."
- Gebet: "Herr, wir bitten dich für unseren lieben Verstorbenen/unsere liebe Verstorbene. Nimm ihn/sie auf in dein Reich und schenke ihm/ihr ewigen Frieden..."
Individuelle Gestaltung der Aussegnung
Die Aussegnung kann individuell gestaltet werden, um den persönlichen Wünschen der Angehörigen Rechnung zu tragen. So können beispielsweise:
- Lieblingslieder des Verstorbenen gesungen werden.
- Erinnerungen an den Verstorbenen geteilt werden.
- Persönliche Gebete gesprochen werden.
Die Bedeutung der Aussegnung
Die Aussegnung ist ein wichtiger Ritus, der den Angehörigen in der Zeit der Trauer Trost und Halt geben kann. Sie bietet die Möglichkeit, sich in Würde von dem Verstorbenen zu verabschieden und den Glauben als Quelle der Hoffnung zu erfahren. Die Aussegnung kann dazu beitragen, den Schmerz des Verlustes zu lindern und den Weg der Trauerbewältigung zu ebnen.
Aussegnung vs. Verabschiedung
Es ist wichtig zu beachten, dass die Aussegnung nicht mit der eigentlichen Trauerfeier oder Beerdigung zu verwechseln ist. Die Aussegnung ist ein separater Ritus, der vor der eigentlichen Bestattung stattfindet. Die Verabschiedung kann die Aussegnung beinhalten, muss es aber nicht.
Wo findet die Aussegnung statt?
Die Aussegnung kann entweder im Haus des Verstorbenen, im Krankenhaus, im Pflegeheim oder in der Kirche stattfinden. Der Ort der Aussegnung wird in der Regel in Absprache mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin und den Angehörigen festgelegt.
Kosten einer Aussegnung
In der Regel entstehen für die Aussegnung keine zusätzlichen Kosten, da sie im Rahmen der kirchlichen Betreuung angeboten wird. Es ist jedoch üblich, dem Pfarrer oder der Pfarrerin eine Spende zukommen zu lassen.
Fazit
Die Aussegnung ist ein bedeutsamer Ritus, der Sterbenden und Verstorbenen in der evangelischen Kirche zugesprochen wird. Sie bietet den Angehörigen die Möglichkeit, sich in Würde zu verabschieden und Trost im Glauben zu finden. Der Ablauf einer Aussegnung kann individuell gestaltet werden, um den persönlichen Wünschen der Angehörigen Rechnung zu tragen. Wenn Sie weitere Fragen zur Aussegnung haben, wenden Sie sich am besten an Ihren Pfarrer oder Ihre Pfarrerin.
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