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» Konzert / Liveact
- Freitag, 21. Juli 2006, 23:59
- Rolling Stones Konzert im Olympiastadion Berlin
- Ich war nie ein Stones Fan. Ich hätte, bis auf ein paar Ausnahmen, nicht einmal ihre Songs erkannt, wenn ich sie irgendwo gehört hätte. Aber dennoch, irgendetwas zog mich am 21.07.2006 zu dem Konzert der Stones in das Berliner Olympiastadion.
War es die Gewissheit, dass dies vielleicht das letzte Mal gewesen sein könnte die "Jungs" nochmal live erleben zu können? Ich hatte vor einiger Zeit eine Dokumentaition über die Bigger Bang Tournee gesehen und dies hatte mich überzeugt. Dieses mal würde ich hingehen.
Was mich jedoch weniger überzeugte waren die Preise. Zwischen 73 Euro, auf der anderen, der Bühne gegenüberliegenden Seite des Stadions, und 173 Euro, Sitzplätze auf der Gegen- und Haupttribüne in unmittelbarer Nähe zur Bühne, war die Preisspanne. So machte ich mich mit Nishan auf um unser Glück auf dem Schwarzmarkt zu versuchen. Im Vorfeld sah man bereits, dass das Konzert nicht ganz ausverkauft war. Bei Eventim gab es bis zum Vorverkaufsende immer noch Karten. Zwar auf schlechten Plätzen, aber immerhin.
Vor dem Stadion spielten sich jedoch nicht die Szenen ab wie erwartet. Keine dubiose, mit Eintrittskarten herum wedelnden Gestalten, nur hoffende Stonesfans mit Schildern: Suche Karten.
Ein Händler bot uns Karten auf der Gegentribüne an. "75 Euro", sagte er, "habe selbst 150 pro Karte bezahlt, Spitzenplätze, näher geht's fast nicht mehr. "Ok, nehm' ich", sagte irgend so ein Typ neben uns. Wir waren zu spät dran.
Beim Eingang in der Nähe des S-Bahnhofes war nichts zu machen. Wir gingen zum Eingang beim U-Bahnhof. Auf dem Weg dorthin ein "Psst, psst, braucht ihr noch Karten?" "Was hast Du denn?" "Osttribüne, 50 Euro" Ein Händler zog einen ganzen Stapel Karten aus der Tasche. Doch die Osttribüne war uns zu weit weg. Da hätten wir uns auch die Übertragung im ZDF angucken können und wären noch eher live dabei gewesen. "Wir kommen nachher vielleicht darauf zurück", sagten wir und gingen weiter.
Vor dem U-Bahnhof wieder das selbe Bild. Keine Karten. Und wenn, dann nur Einzelne. Ein Typ spricht mich an. "Brauchste noch Karten?" "Was haste denn?", sagte ich. "Block 13" "Und was ist dein Preis?" "Keine Ahnung, sag Du's mir" "Wo ist denn Block 13" "Sag ich nicht" "Wieviel haben denn die Karten im Original gekostet?" "Sag ich nicht" "Na so kommen wir wohl kaum ins Geschäfft", drehte mich um und ging. Nach eine halben Stunde, es war mittlerweile schon 20.30 Uhr, das Konzert hatte den offiziellen Starttermin 19.00 Uhr, entschieden wir uns dafür noch einmal die Jungs mit den Osttribünenkarten anzuquatschen, im Endeffekt doch besser als nichts. "Wie steht denn der Preis?", wollten wir wissen. "50 Euro" "Immer noch? Das Konzert ist doch schon fast vorbei", sagten wir mit einem Augenzwinkern. "Gut, weil Ihr's seid, 80 Euro für beide Karten" "Gekauft" Wir tauschten die Karten gegen Geld. "Da habt ihr aber Glück gehabt, 80 Euro für Karten auf der Gegentribüne ist ein guter Preis", sprach der Händler und wünschte uns viel Spaß.
Wir gingen in's Stadion. Gegentribüne ja, aber trotzdem an der Abtrennung zur Osttribüne. Im Hintergrund dudelte "I shot the Sheriff" von Bob Marley. Da hinten, die Bühne. Sehr beeindruckend. Auf der Bühne auf jeder Seite ein hausartiger Aufbau mit jeweils 3 Stockwerken, eingelassenen Balkonen und einer riesigen LED-Leinwand in der Mitte. Bob verstummte, das Publikum wurde unruhig, die Altrocker traten auf die Bühne. "Jumping Jack Flash" ertönte und die kleinen Kerle, die in Größe von Ameisen vor unseren Augen hertänzelten, dass mussten die Stones sein. Toll, endlich sehe ich sie mal live, oder zumindest könnte ich irgendetwas in der Art behaupten.
Nach dem zweiten Stück wurde es uns zu blöd. Wir blickten in die Runde. Weiter vorne, auf den teuren Plätzen schien noch einiges frei zu sein. Da mussten wir hin. Wir stahlen uns an braven Sitzenbleibern und gefährlichen Ordnern vorbei, um dann im 130 Euro-Bereich ein neues Zuhause zu finden. Die Sicht war super, Mick Jagger war auf die Größe einer Stubenfliege gewachsen. Kurze Überlegung uns noch weiter vorzukämpfen, auf die 173 Euro-Plätze. Verworfen. Der Blickwinkel auf die Bühen war so schlecht, dass man die Leinwand nicht mehr richtig sehen konnte. Für die armen Würste auf den teuersten Plätzen wurden zumindest kleine Leinwände in einer Größe von 3x3 Metern angebracht. Wir wussten, wir saßen auf den besten Plätzen.
Richtig in Fahrt kam das Konzert natürlich erst, als die Dämmerung hereinbrach. Dann fing die bombastischen Lichteffekte erst an ihre wahre Wirkung zu entfalten. Dieses Konzert lässt sich mit Worten nicht zusammen fassen. Nur soweit: Es war wahrscheinlich die unglaublichste Bühnenshow, die ich je gesehen hatte. Hier lohnte sich jeder Cent des Eintritts und es hätte sich auch noch gelohnt, wenn man 400 Euro für die Karte gezahlt hätte.
Ein so genannter Catwalk teilte die Massen im Innenraum voneinander ab. Verwunderlich war nur, dass es eher ein Korridor als ein Catwalk war. Wenn Jagger auf ihm seine Runden gedreht hätte, wäre er auf Höhe der Besucher gewesen, dass hätte keinen Sinn gemacht. Für was war diese Furche im Publikum nur gut?
Zu Beginn des letzten Drittels wurde das Geheimnis gelüftet. Bühnenhelfer zogen die Stones samt einem Stück der Hauptbühne den Korridor entlang in die Mitte des Stadions. Auf vielleicht gerade mal noch übrig gebliebenen 30 Quadratmetern spielten die Engländer in mitten ihrer Fans in der Stadionmitte. Blöd für die, die Balkonkarten oder Front of Stage Karten hatten, die sahen die Stones nur noch von hinten.
Nach drei Stücken wurde die Band wieder zur Bühne zurück gezogen. Als diese wieder in vollem Licht erleuchtete war ein riesiger aufgeblasener Mund mit der berühmten Stones-Zunge vor der Leinwand angebracht. Aber auch nur um der Zunge gleich wieder die Luft rauszulassen, damit der Blick auf die Leinwand wieder gegeben war. Was für ein Aufwand.
Nach gut 2 Stunden war der Hauptteil des Konzertes dann vorbei. Doch die Stones ließen sich nicht lange bitten. Nach einer nur kurzen Pause kam die Zugabe, die mit "Satisfaction" dann in ihrem Höhepunkt mündete.
Danach war das Konzert vorbei. Erste Fans zogen bereits ab, als dann nach ungefähr 5 Minuten noch ein kleines Feuerwerk über der Bühne losging.
Summa summarum war es der Wahnsinn. Ich habe meine Bilder und Videos bei sevenload
hochgeladen. Ein paar könnt ihr auch schon hier sehen. Wenn die Stones tatsächlich nochmal kommen bin ich wieder dabei, so viel ist sicher!
Eindrücke:
- Mittwoch, 28. Juni 2006, 23:59
- Depeche Mode - Konzert in der Waldbühne Berlin
- Wo ist man, wenn ein Ex-Junkie, ein ehemals manisch depressiver und ein totaler Spaßvogel auf der Bühne stehen...nein, schlechter Anfang.
Wo ist man, wenn man über 60 Euro für ne Karte ausgegeben hat und die Band nach nicht mal 2 Stunden nach nur einer Zugabe einfach von der Bühne geht...nee, auch schlecht.
Wo ist man, wenn man mit einer Horde schwarz gekleideter Spacken in der S-Bahn sitzen muss, die schon so alt sind, dass bunte Farben sie um 20 Jahre jünger machen würde...ich find' den richtigen Einstieg einfach nicht.
Wo ist man, wenn man ein Konzert sieht, dass man besser vor 20 Jahren hätte sehen sollen...nee, das ist auch nicht gut.
Wo ist man, wenn eine Band eine Stunde lang nur Songs vom neuen Album und sobald die alten Songs kommen, das Leben an einem vorbeizieht...ich geb's auf.
Wo ist man, wenn eine Band Ihre Possen und Gesten schon so eintrainiert haben, dass überhaupt kein persönlicher Kontakt mehr mit dem Publikum möglich ist...
Ok, wenn ich's nicht hinkrieg, dann eben die Kurzzusammenfassung.
Gestern (28.06.2006) Depeche Mode Konzert in der Waldbühne. Nett, aber nicht umwerfend. Zu kurz und zu unpersönlich. Dave Gahan nach 4 Songs mit nacktem Oberkörper, sich feiern lassend. Leider viel zu wenig alte Songs. Das war's. 61 Euro zu teuer. 20 Jahre zu spät dran. Mist. Schade Depeche. Entweder seid Ihr zu alt geworden, oder ich.
Bilder habe ich gewohnter Weise bei sevenload abgelegt
. Alex
hat Foto's gemacht, die noch viel besser sind
.
Daür gibt's von mir noch ein Video vom Ende des Konzerts in gewohnt schlechter Handy-Qualität.
- Mittwoch, 17. Mai 2006, 03:51
- DJ's geht nach Hause. The future is Mike Relm
- Als "Vorband" von Spank Rock im 103Club heute Abend in Berlin war ein gewisser Mike Relm angekündigt.
Ok, wer ist das?
Einer der verdammt besten DJ's unserer Zeit. Understated mit Anzug und 10cm-Schlips und den flinkesten Händen, die ich überhaupt bisher gesehen habe. Man stelle sich vor, ein Typ der scratcht. Die rechte Hand auf dem Palttenteller, die linke am Mischpult.
Die Rechte war so schnell, dass man den Eindruck hatte, sie bewege sich überhaupt nicht. Die Linke war so schnell, dass man sie überhaupt nicht gesehen hat.
Mike legt alles mögliche auf, von 80er-Songs, 70er-Songs, geremixted Classics, Hip Hop, was auch immer. Er hat vorallem eine Vorliebe für abgenudelte Songs. Doch was er innerhalb seines Sets daraus macht, lässt einem aus den Latschen kippen.
Nicht nur, dass er am Turntable scratcht. Er scratcht auch digital, sowohl laufende Musik, als auch Videos, die in seinem Hintergrund laufen.
Er alleine war die 15€ des Abends wert. Auch 30€ wären ok gewesen. Alle waren baff.
Da man das sowieso alles nicht erklären kann, sieh selbst:
- Mittwoch, 17. Mai 2006, 03:39
- Damn it. Geiles Konzert.
- Berlin, es ist Sommer. Streife Dein angestaubtes Winter-Elektro-Image ab, lass uns bitte dieöde Gitarren-Schreder-Brit-Mucke des Winters vergessen. B'more ist angesagt.
Wer nicht da war hat definitiv was verpasst. Das Spank Rock Konzert im 103Club war der Hammer. Ich kann mich nicht daran erinnern, daß mein Shirt bei Ende einer Veranstaltung in letzter Zeit so verschwitzt war.
Das Konzert selbst war nicht so lang (die halbe Platte und 2 neue Stücke) oder anders rum, eigentlich hätte ich Bock gehabt noch mindestens die doppelte Länge anzuhängen. aber vom Auspump-Faktor war es allemal ok.
Danke Spank's, das nächste mal bin ich wieder da.
- Dienstag, 16. Mai 2006, 13:34
- Heute Abend Spank Rock live im 103Club
- Da ich heute nicht viel Zeit habe zu posten ein kleiner Veranstaltungstip.
Das sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen, wenn man sich augenblicklich in Berlin aufhält. Spank Rock spelen heute Abend im 103Club in der Falckensteinstr.47 in 10997 Berlin Kreuzberg.
Aus dem Programm des 103:
16.05.06 Dienstag
21:00h Konzert Hip Hop / B'More Bass
Trinity Concerts praesentiert:
Spank Rock live (Big Dada / Philadelphia)
&special guest: Mike Relm ("Along Came Polly" / San Francisco)
www.trinityconcerts.de - link at the bottom
Aufgepasst - der neue Style fuer 2006 ist da: kurz B'more genannt - was
sich anhoert wie bassiger Schnellsthip-Hop a la 2 Live Crew trifft Mr
Oizo und aus Baltimore bzw. in diesem Fall aus Philadelphia kommt und
von B'more Heroen wie Diplo, Aaron LaCrate oder Low B staendig
modernisiert und aufgepeppt wird. Die kommenden Megastars der Szene,
gesigned auf dem Uk Label Big Dada und mit ihrem Album "yo yo yo yo yo
yo" auf Tour, sind Spank Rock. Die waren schon mal in Berlin, natuerlich
bei der musikalisch wegweisenden Partyreihe Revolution N¡5 und duerfen
jetzt nochmal offiziell sozusagen als Trinity Konzert bestaunt werden.
Unbedingt anschauen, Saenger und Oberdiva Naeem hat mindesten
Prince-Qualitaeten...
Wir sehen uns heute Abend!
Hier noch ein Eindruck von ihrem Konzert vor 14 Tagen in NY:
Mehr zu Spank Rock im matblog gibts hier: Spank me, baby!
- Freitag, 28. April 2006, 16:24
- Ritchie Hawtin gibt sich die Ehre!
- Wie Alex soeben per eMail verschickt hat, spielt der Wahl-Berliner Ritchie Hawtin am Sonntag tatsächlich auch mal in Berlin.
Zum Ende der m-nus Worldtour steigt die Party am 30.04.2006 im Atomschutzbunker, Uhlandstr. 30, 10719 Berlin ab 20 Uhr.
Mit dabei, wie gesagt, Ritchie Hawtin, Marc Houle, Troy Pierce, Magda, Heartthrob (Live) sowie Gaiser (Live).
Zu erwarten ist Minimal Techno von seiner feinsten Seite.
Durchhaltevermögen sollte man auch mitbringen, die Party ist vorsorglich mal bis 8 Uhr morgens angesetzt.
- Samstag, 22. April 2006, 17:00
- Don Nerwetter
- Gestern war ich auf einem Konzert. Ich wusste gar nicht was auf mich zukommt, ich wurde sozusagen eingepackt. Also fahre ich mit Laura aufs Land. Nach Treptow, genauer gesagt auf die "Insel der Jugend", um dort dann in einer Location zu stehen, die auch als Jugendclub durchgehen würde. Aber wie das Jugendclubs nunmal so an sich haben, waren die Getränke saubillig. Ein Bier für 2 Euro, ein doppelter Whiskey für zweiachtzig.
Da standen wir nun. 3 Bands sollten auftreten. Die erste war grauenhaft. Doch dann kam eine Combo aus Schöneberg, die sich Don Kopischke nennt. Ich kann echt nur meinen Hut vor den Jungs ziehen. Ich habe noch niemals zuvor eine derartig witzige, durchdachte Bühnenshow auf 5 x 2,5m gesehen.
Es fing alles damit an, dass der Sänger namens Daniel auf der Bühne stand und mit einem Touch von Helge Schneider erklärte, er sei Don Kopischke und warte noch auf seine Musiker, die er für 23 Uhr beim Arbeitsamt bestellt hatte. Dann gab es plötzlich Tumult im Zuschauerraum, es schien als ob die Musiker kämen. Dann kamen ein paar seltsame Gestalten, das beste Outfit hatte der Bassist. Mit 80er-Jahre-Heavy-Metal-Mähne und Schnurrbart pöbelte er herum, man hätte ihm gesagt es handele sich um ein Konzert mit 5000 Leuten und nicht um so ne Scheisse hier. Irgendwann hatten sich die Jungs dann geeinigt und dann gings los.
Nun ja, aus der Musik bin ich schon seit, na sagen wir mal, 18 Jahren raus. Ich war dort eigentlich mehrheitlich von Jungs und Mädels umgeben, deren, rein rechnerisch, Vater ich bereits sein könnte, wenn ich verdammt früh angefangen hätte, mich um meinen Nachwuchs zu sorgen. Die einzigen in meinem Alter war die Band und deren Freunde.
Da der Sänger nebenher oder hauptberuflich oder wie auch immer auch noch Puppenspieler ist, gabe es auch noch zwei Songs bei denen die Puppen den Ton angaben. Nicht zu vergessen auch die Gedichteinlage des Sängers, da kam er wieder durch, der Helge.
Nachdem die Musiker vom Arbeitsamt die Bühne, weil sie nur einen 20 Minuten-Vertrag hatten, verlassen hatten, kamen sie später als texanische Combo auf die Bühne zurück und zogen den ersten Hit von Tokio Hotel "Durch den Monsun" durch den Kakao, mit ihrer Version "Durch den Saloon".
Alles in allem ein netter Abend, danke Don Kopischke!





