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» WM 2006
- Sonntag, 22. Oktober 2006, 23:59
- Der Charme der Örtlichkeit: Nola's am Weinberg
- Ich mag ja das Nolas, eigentlich (und eigentlich heißt es Nola's am Weinberg. Im Volksmund aber Nolas - ist auch leserlicher). Es ist ein schöner Platz im Herzen des Weinbergparks - mitten in Berlin. An einem schönen, sonnigen Tag, wie es heute einer war, gehe ich gern dort hin. Manchmal treffe ich mich dort mit Freunden, manchmal nehme ich mir auch ein gutes Buch oder was ich sonst so zum Lesen in die Finger bekomme mit und genieße den Tag bei einem Latte Macchiato, oder zwei. Gerade an Sonntagen, an denen man gerne einmal den lieben Gott einen guten Mann sein lässt und sich vom Alltagsstress erholen will, bietet sich das Nolas mit seiner großen Terrasse mit Blick über den Park an.
Sonntags - da hat man Zeit, da ist es dann auch mal egal, wenn der Kaffee mal ein paar Minuten länger dauert. Im Nolas jedoch dauert es schon aus Prinzip länger - immer - auch unter der Woche. Vielleicht liegt es an ihrem System. Ein Kellner nimmt die Bestellung, sofern man überhaupt als neuer Gast bemerkt wird, auf, ein anderer Kellner serviert. So ist es nicht verwunderlich zwischen Eintreffen und dem ersten Nippen am Heißgetränk einmal eine halbe Stunde zu warten. Der geübte Nolas Besucher weiß das, stellt sich darauf ein, genießt die Sonnenstrahlen und wartet. Wenn nach einer halben Stunde das Getränk noch nicht da sein sollte, kann man, sofern man ihn erwischt, auch gerne noch mal den Kellner fragen.
An Herbsttagen wie heute kann es schon mal vorkommen, dass die Temperaturen auf einmal rapide sinken. Wenn die Sonne sich nicht mehr zeigt und ein Dunst über der Stadt liegt, wird es ohne Jacke und Pullover dann schon einmal ungemütlich. Für solch einen Fall oder auch wenn man einfach nur ein leckeres Essen von der schweizerischen Speisekarte zu sich nehmen will, besitzt das Nolas einen äußerst geschmackvoll eingerichteten Innenbereich (man kann jedoch auch draussen essen, damit keine Verwirrung aufkommt).
Seien wir mal ehrlich, es ist schon ein Kreuz mit der Technik. Auch wenn man dieser Tage auch nur einen Kaffee trinken möchte, fällt es einem gar nicht mehr so leicht ihr zu entkommen. Sitzt man beispielsweise an einem Tisch und möchte aus besagten Kälteerscheinungen das Gespräch mit seiner Begleitung nach innen verlegen, bringt das heutzutage nicht nur den Kellner, sondern auch die Kasse und damit die Abrechnung durcheinander. Jedoch, die Tücken der Technik kennend, fragt der geschulte Gast heute vorsichtshalber lieber einmal nach: "Entschuldigung, wir würden gerne nach drinnen wechseln und wollten lieber Bescheid geben, nicht das Eure Kasse durcheinander kommt." "Kein Thema, könnt ihr vielleicht zahlen, dann wird es hinterher kein Problem".
Soweit der einvernehmliche Teil. Es ist übrigens kein Problem im Nola mit Karte zu zahlen, oder fast keines, doch dazu komme ich später. Wer das Nolas nicht kennt, der stelle sich eine große - und wenn ich das sage dann ist sie auch wirklich, wirklich groß - Terrasse vor. Eine Kartenzahlung am Platz stellt jedoch kein Problem dar, denn dank des Segens der Technik sollte es möglich sein über ein Funk-Kartendurchzieh-Gerät bequem vom angewärmten Platz zu bezahlen. Im Nolas geht dies übrigens nicht, die Reichweite des Kastens reicht nicht. Dies ist aber schon bekannt und daher zucken nicht nur die Finger sobald man die Karte herausholt, sondern auch die Beine, um dem Kellner zur Kasse zur folgen.
Nun ja, es ist vielleicht jedem schon so gegangen, dass die Karte mal nicht wollte, auch beim zweiten Anlauf nicht, oder beim dritten. Nur gut, wenn man sich dann schon mal ins Warme retten kann, denn dank der Funktechnik (oder was auch immer es ist) kann dann der nächste Kellner ja noch mal zur Abrechnung vorbeikommen. Also, schnell die Karte durchgezogen und im Eiltempo in den Funkbereich und darauf hoffen, dass es funktioniert.
"So, jetzt hat es geklappt. Ich wünsche Euch noch einen schönen Abend". Spätestens hier hätten bereits die Alarmglocken bei mir klingeln sollen. Wir sind doch nur rein gegangen und wollten uns drin weiter unterhalten und ich hatte auch noch nichts gegessen und die Rösti mit Spiegeleiern sind vorzüglich.
Der Innenbereich ist überschaubar, wir jedoch waren nach dem Satz des Kellners anscheinend übersehbar. Es dauerte eine weitere geschlagene Viertelstunde, bis sich eine Kellnerin unserem Platz näherte und uns mit dem folgenden Satz begrüßte: "Seid ihr nur zum Aufwärmen hier oder bestellt Ihr auch was?" In solchen Augenblicken fällt einem, auch wenn man von der Berliner Gastronomie einiges gewohnt ist, nichts mehr ein.
Nach der Bestellung kam irgendwann noch eine Freundin an den Tisch und begrüßte uns mit den Worten "Schön, mal wieder im Nolas, der Laden mit dem schlechtesten Service der Stadt".
Nachdem ich meine Rösti verdrückt hatte blieb erstmal mein Teller oder besser gesagt die gusseiserne Pfanne noch weitere 15 Minuten vor meiner Nase stehen. Die Kellnerin war bereits fünf- oder sechsmal an mir vorbei gerannt. Danach wollten wir dann zahlen. Der geneigte Leser ahnt schon was jetzt kommt.
Ich zucke und zücke meine Euro-, oder soll man nicht besser heute sagen, Mastercard, um meine Rechnung von 13 Euro zu begleichen. Meine charmanten Begleitungen sahen es nicht ein für den miesen Service Trinkgeld zu geben und verlangten daher das Wechselgeld zurück, was der Kellnerin anscheinend missfiel. Daher kam sie irgendwann mit dem Gerät (das ausnahmsweise einmal funktionierte) zurück und fauchte mich an: "Wenn ihr das nächste Mal kommt, wenn ihr überhaupt noch mal kommt, kannst Du Dir gleich merken, dass wir bei so kleinen Beträgen die Eurocard nicht annehmen, nur EC".
Einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig. Ich blieb ruhig, sagte gar nichts, schaute sie nicht an und bin stolz auf mich. Ich bin wie gesagt mittlerweile die Gastronomiebetriebe in Berlin gewohnt - und wer mich kennt, der wird jetzt wieder sagen: "Mecker' nicht schon wieder, das ist halt Berlin" - aber so was ist mir selbst hier noch nicht passiert. Doch mein ausgeglichenes Gemüt war mir diesen Sonntag wichtiger, als mich mit dieser Person auseinander zu setzen.
Also - wer es selbst einmal testen und einen schönen Platz mit extrem schlechtem Service und dazu noch für Berliner Verhältnisse ambitionierten Preisen erleben will, dem empfehle ich das
Nola's am Weinberg
Restaurant & Cocktail Lounge
Veteranenstraße 9
10119 Berlin-Mitte
Fon 440 40 766
Der Charme der Örtlichkeit ist eben alles.
- Freitag, 20. Oktober 2006, 13:43
- Digitale Bohème Nachschlag
- So, nun war ich also auf dieser Lesung zu dem Buch "Wir nennen es Arbeit"
. Ich habe mir das Buch zwar aus Interesse hinterher gekauft, doch an der Lesung selbst kann es nicht gelegen haben. Gut, dass ich am Fenster saß und zumindest das Treiben am U-Bahnhof Schönhauser Allee beobachten konnte.
Was ich auf alle Fälle heraus gehört habe ist, dass sich der Digitale Bohème vorwiegend darum kümmert RESPECT-Netzwerke aufzubauen, um von diesen dann CREDITS zu ernten. Der DB investiert also mehr Zeit in das Knüpfen von Kontakten mit Gleichgesinnten, als sich um das Geldverdienen zu kümmern. Das Verdienen von schnöden Mammon dient einzig und allein dazu, nicht zu verhungern, das Überleben zu sichern. Nur so lässt sich anscheinend erklären, dass der geneigte Zuhörer 5 Euro Eintritt für die Lesung berappen musste. Denn der DB entwickelt eigene Überlebensstrategien, um seinen Fortbestand zu sichern.
Alles in Allem wirkte das Ganze recht unvorbereitet und die Lesefähigkeit des ein oder anderen Autors ließ auch zu wünschen übrig. Und bitte Jungs, lernt für die weiteren Lesungen, die ihr haltet, wie man ein Mikrophon benutzt. Der schönste Satz des Abends war meiner Meinug nach: "Wir danken vor allem unserem Gaphiker, der es geschafft hat Illustrationen zu machen die immer ein kleines Stückchen am Thema vorbei gehen".
Das Buch ist jetzt bei mir in der Warteschlange und ich werde es demnächst antesten, um mir ein eindringlicheres Bild zu machen. Fortsetzung folgt.
- Donnerstag, 19. Oktober 2006, 12:30
- Digitale Bohème
- Im September ist ein Buch auf den Markt gekommen, das mir recht lesenswert erscheint. Der Titel ist "Wir nennen es Arbeit". Heute Abend ist dazu in der Thalia Buchhandlung in den Schönhauser Allee Arkaden in der Schönhauser Allee 79-80 die Erstpräsentation.
Das Buch beschäftigt sich mit der Abkehr vom Angestelltendarsein hin zum freien Schaffen. Hier ein Auszug aus der Kurzbeschreiung:
ETWAS BESSERES ALS DIE FESTANSTELLUNG FINDEN WIR ÜBERALL!
Sie verzichten dankend auf einen Arbeitsvertrag und verwirklichen den alten Traum vom selbstbestimmten Leben. Mittels neuer Technologien kreieren sie ihre eigenen Projekte, Labels und Betätigungsfelder. Das Internet ist für sie nicht nur Werkzeug und Spielwiese, sondern Einkommens- und Lebensader: die digitale Boheme. Ihre Ideen erreichen – anders als bei der früheren Boheme
– vor allem über das Web ein großes Publikum und finanzieren sich damit. Ein zeitgemäßer Lebensstil, der sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt.
Auf Angestellten-Frust kann man mit der „Entdeckung der Faulheit“ reagieren, wie es Corinne Maier in ihrem Bestseller fordert: Arbeitszeit absitzen, sicheres Gehalt einstreichen. Die digitale Boheme repräsentiert die mutigere Alternative: Immer mehr junge Kreative entscheiden sich für das Leben in Freiheit. Ihr Hauptziel ist nicht das Geldverdienen, sondern ein selbstbestimmter Arbeitsstil, der den eigenen Motiven folgt – in unsicheren Zeiten vielleicht die überlegene Strategie. Denn ihre enge Einbindung in soziale, künstlerische und digitale Netzwerke bringt ständig neue, teilweise überraschende Erwerbsmöglichkeiten mit sich. Sie schalten Werbebanner auf ihren Websites, handeln mit virtuellen Immobilien, lassen sich Projekte sponsern oder verkaufen eine Idee an einen Konzern. Ihre Produkte und ihre Arbeitsweise verändern den Charakter der Medien und des Internets, bald auch den der Gesellschaft. Holm Friebe und Sascha Lobo porträtieren die digitale Boheme: Sie stellen erfolgreiche Konzepte und innovative Ansätze vor und erklären wirtschaftliche, technische und soziale Entwicklungen und Hintergründe. Ihre spannende Analyse einer zukunftsgewandten Daseinsform inspiriert dazu, so zu arbeiten, wie man leben will.
Zudem sind noch weitere Termine
geplant, die auf der zugehörigen Webseite
eingesehen werden können.
- Sonntag, 20. August 2006, 18:07
- Stürmische Zeiten
- Gerade noch rechtzeitig vom Kaffee trinken nach Haus gekehrt. Ich glaube da kommt ein Unwetter auf uns zu. Zumindest sieht der Himmel recht bedrohlich aus. Das Bild ist um 17.30 Uhr auf der Brücke an der Behmstraße geschossen.
- Donnerstag, 3. August 2006, 12:11
- Slideshow Flughafen Tempelhof
- meinberlin.de
hat eine interessante Slideshow zum Flughafen Tempelhof
online gestellt.
- Mittwoch, 2. August 2006, 12:07
- Ikea x 4
- Berlin bekommt seinen 4. Ikea an der Landsberger Allee
. Im August 2008 soll's losgehen.
- Freitag, 21. Juli 2006, 23:59
- Rolling Stones Konzert im Olympiastadion Berlin
- Ich war nie ein Stones Fan. Ich hätte, bis auf ein paar Ausnahmen, nicht einmal ihre Songs erkannt, wenn ich sie irgendwo gehört hätte. Aber dennoch, irgendetwas zog mich am 21.07.2006 zu dem Konzert der Stones in das Berliner Olympiastadion.
War es die Gewissheit, dass dies vielleicht das letzte Mal gewesen sein könnte die "Jungs" nochmal live erleben zu können? Ich hatte vor einiger Zeit eine Dokumentaition über die Bigger Bang Tournee gesehen und dies hatte mich überzeugt. Dieses mal würde ich hingehen.
Was mich jedoch weniger überzeugte waren die Preise. Zwischen 73 Euro, auf der anderen, der Bühne gegenüberliegenden Seite des Stadions, und 173 Euro, Sitzplätze auf der Gegen- und Haupttribüne in unmittelbarer Nähe zur Bühne, war die Preisspanne. So machte ich mich mit Nishan auf um unser Glück auf dem Schwarzmarkt zu versuchen. Im Vorfeld sah man bereits, dass das Konzert nicht ganz ausverkauft war. Bei Eventim gab es bis zum Vorverkaufsende immer noch Karten. Zwar auf schlechten Plätzen, aber immerhin.
Vor dem Stadion spielten sich jedoch nicht die Szenen ab wie erwartet. Keine dubiose, mit Eintrittskarten herum wedelnden Gestalten, nur hoffende Stonesfans mit Schildern: Suche Karten.
Ein Händler bot uns Karten auf der Gegentribüne an. "75 Euro", sagte er, "habe selbst 150 pro Karte bezahlt, Spitzenplätze, näher geht's fast nicht mehr. "Ok, nehm' ich", sagte irgend so ein Typ neben uns. Wir waren zu spät dran.
Beim Eingang in der Nähe des S-Bahnhofes war nichts zu machen. Wir gingen zum Eingang beim U-Bahnhof. Auf dem Weg dorthin ein "Psst, psst, braucht ihr noch Karten?" "Was hast Du denn?" "Osttribüne, 50 Euro" Ein Händler zog einen ganzen Stapel Karten aus der Tasche. Doch die Osttribüne war uns zu weit weg. Da hätten wir uns auch die Übertragung im ZDF angucken können und wären noch eher live dabei gewesen. "Wir kommen nachher vielleicht darauf zurück", sagten wir und gingen weiter.
Vor dem U-Bahnhof wieder das selbe Bild. Keine Karten. Und wenn, dann nur Einzelne. Ein Typ spricht mich an. "Brauchste noch Karten?" "Was haste denn?", sagte ich. "Block 13" "Und was ist dein Preis?" "Keine Ahnung, sag Du's mir" "Wo ist denn Block 13" "Sag ich nicht" "Wieviel haben denn die Karten im Original gekostet?" "Sag ich nicht" "Na so kommen wir wohl kaum ins Geschäfft", drehte mich um und ging. Nach eine halben Stunde, es war mittlerweile schon 20.30 Uhr, das Konzert hatte den offiziellen Starttermin 19.00 Uhr, entschieden wir uns dafür noch einmal die Jungs mit den Osttribünenkarten anzuquatschen, im Endeffekt doch besser als nichts. "Wie steht denn der Preis?", wollten wir wissen. "50 Euro" "Immer noch? Das Konzert ist doch schon fast vorbei", sagten wir mit einem Augenzwinkern. "Gut, weil Ihr's seid, 80 Euro für beide Karten" "Gekauft" Wir tauschten die Karten gegen Geld. "Da habt ihr aber Glück gehabt, 80 Euro für Karten auf der Gegentribüne ist ein guter Preis", sprach der Händler und wünschte uns viel Spaß.
Wir gingen in's Stadion. Gegentribüne ja, aber trotzdem an der Abtrennung zur Osttribüne. Im Hintergrund dudelte "I shot the Sheriff" von Bob Marley. Da hinten, die Bühne. Sehr beeindruckend. Auf der Bühne auf jeder Seite ein hausartiger Aufbau mit jeweils 3 Stockwerken, eingelassenen Balkonen und einer riesigen LED-Leinwand in der Mitte. Bob verstummte, das Publikum wurde unruhig, die Altrocker traten auf die Bühne. "Jumping Jack Flash" ertönte und die kleinen Kerle, die in Größe von Ameisen vor unseren Augen hertänzelten, dass mussten die Stones sein. Toll, endlich sehe ich sie mal live, oder zumindest könnte ich irgendetwas in der Art behaupten.
Nach dem zweiten Stück wurde es uns zu blöd. Wir blickten in die Runde. Weiter vorne, auf den teuren Plätzen schien noch einiges frei zu sein. Da mussten wir hin. Wir stahlen uns an braven Sitzenbleibern und gefährlichen Ordnern vorbei, um dann im 130 Euro-Bereich ein neues Zuhause zu finden. Die Sicht war super, Mick Jagger war auf die Größe einer Stubenfliege gewachsen. Kurze Überlegung uns noch weiter vorzukämpfen, auf die 173 Euro-Plätze. Verworfen. Der Blickwinkel auf die Bühen war so schlecht, dass man die Leinwand nicht mehr richtig sehen konnte. Für die armen Würste auf den teuersten Plätzen wurden zumindest kleine Leinwände in einer Größe von 3x3 Metern angebracht. Wir wussten, wir saßen auf den besten Plätzen.
Richtig in Fahrt kam das Konzert natürlich erst, als die Dämmerung hereinbrach. Dann fing die bombastischen Lichteffekte erst an ihre wahre Wirkung zu entfalten. Dieses Konzert lässt sich mit Worten nicht zusammen fassen. Nur soweit: Es war wahrscheinlich die unglaublichste Bühnenshow, die ich je gesehen hatte. Hier lohnte sich jeder Cent des Eintritts und es hätte sich auch noch gelohnt, wenn man 400 Euro für die Karte gezahlt hätte.
Ein so genannter Catwalk teilte die Massen im Innenraum voneinander ab. Verwunderlich war nur, dass es eher ein Korridor als ein Catwalk war. Wenn Jagger auf ihm seine Runden gedreht hätte, wäre er auf Höhe der Besucher gewesen, dass hätte keinen Sinn gemacht. Für was war diese Furche im Publikum nur gut?
Zu Beginn des letzten Drittels wurde das Geheimnis gelüftet. Bühnenhelfer zogen die Stones samt einem Stück der Hauptbühne den Korridor entlang in die Mitte des Stadions. Auf vielleicht gerade mal noch übrig gebliebenen 30 Quadratmetern spielten die Engländer in mitten ihrer Fans in der Stadionmitte. Blöd für die, die Balkonkarten oder Front of Stage Karten hatten, die sahen die Stones nur noch von hinten.
Nach drei Stücken wurde die Band wieder zur Bühne zurück gezogen. Als diese wieder in vollem Licht erleuchtete war ein riesiger aufgeblasener Mund mit der berühmten Stones-Zunge vor der Leinwand angebracht. Aber auch nur um der Zunge gleich wieder die Luft rauszulassen, damit der Blick auf die Leinwand wieder gegeben war. Was für ein Aufwand.
Nach gut 2 Stunden war der Hauptteil des Konzertes dann vorbei. Doch die Stones ließen sich nicht lange bitten. Nach einer nur kurzen Pause kam die Zugabe, die mit "Satisfaction" dann in ihrem Höhepunkt mündete.
Danach war das Konzert vorbei. Erste Fans zogen bereits ab, als dann nach ungefähr 5 Minuten noch ein kleines Feuerwerk über der Bühne losging.
Summa summarum war es der Wahnsinn. Ich habe meine Bilder und Videos bei sevenload
hochgeladen. Ein paar könnt ihr auch schon hier sehen. Wenn die Stones tatsächlich nochmal kommen bin ich wieder dabei, so viel ist sicher!
Eindrücke:
- Sonntag, 16. Juli 2006, 13:36
- So so
- Dies hier habe ich im Hauptstadtblock
gefunden, man möge mir verzeihen, dass ich den Eintrag in Gänze übernommen habe, aber besser kann man es nicht schreiben.
Loveparade
Dauer: 1 Tag
Besucher: 500.000-1 Million
Fälle von Erster Hilfe: rund 3.400
Krankenhaustransporte: 356
Fanmeile
Dauer: 4 Wochen
Besucher: insgesamt 9 Millionen
Fälle von Erster Hilfe: rund 5.900
Krankenhaustransporte: 273
- Montag, 3. Juli 2006, 12:13
- WM 2006 :: Can U Kick it?
- He, ihr Mitte-Styler, wenn Ihr das nächste mal vor einen Ball tretet dann passt gut auf, denn danach könnte Euer Fuß nämlich gebrochen sein.
Laut einer Pressemitteilung der Berliner Polizei
wurden bereits 2 Verletzte nach Tritten gegen Fußbälle, die mit Beton gefüllt waren, polizeilich registriert. Bisher wurden 6 dieser Bälle, vor allem in Mitte und Pankow, entdeckt. Typisches Charakteristikum ist, dass sie an Laternenpfähle angekettet sind. In unmittelbarer Nähe fordert ein Graffitti mit der Aufschrift "Can u kick it" zum Freistoß auf.
[via Hauptstadtblog
]
- Samstag, 1. Juli 2006, 17:18
- WM 2006 :: Deutschland - Argentinien im Platoon
- Was für ein Spiel!
Letztendendes setzte sich die deutsche Nationalmannschaft dann doch noch mit 5:3 nach Elfmeterschiessen gegen Argentinien durch. Es war ein großes Spiel. Ein großes Spiel, wie damals das Halbfinale gegen Frankreich 1982 in Spanien oder das denkwürdige Spiel gegen die Holländer bei der WM 1990. Es war dieses große Spiel, dass die Nationalmannschaft braucht, um ihr Ziel zu erreichen: Weltmeister im eigenen Land!
Aber hab ich es nicht gesagt?
Wir werden dieses Spiel gewinnen. Wir müssen nur dran glauben. Torsten Frings
sagt heute in der Pressekonferenz, er hätte zu keiner Zeit nicht an einen Sieg geglaubt. Das ist die richtige Einstellung, Torsten.
(Wenn der Film nicht angezeigt wird, bitte Firefox verwenden)
Lehmann hält den entscheidenden Elfmeter!
Es ist zwar eigentlich schade für die Argentinier, aber lieber ihr als wir. Und was ich noch wichtiger finde. Endlich müssen wir keine Aufnahmen von Maradonna
mehr im Fernsehen sehen. Ich finde es eine Frechheit ihn als den größten Fan der WM zu bezeichnen, dabei dachte ich immer ich wäre das. Aber Schwamm drüber. Ich habe mir den Sieg so sehr gewünscht. Schon alleine, um diesen Song in das matblog einzubinden:
Mit ein paar Freunden habe ich mir das Spiel im Platoon
angeschaut. Das Platoon
ist, wie wahrscheinlich schon längst bekannt sein dürfte, ein ganz gute Location zum Fußballschauen
. Auf einer LED-Wand, wie bereits mal berichtet, lässt sich auch bei extremen Sonnenschein das Geschehen gut verfolgen. Gestern war eine Veranstaltung von Lucky Strike, also diesmal keine Public Viewing Area. Eigentlich ganz schön gewagt, was die Lucky Striker dort veranstaltet haben. Wenn die Deutschen rausgeflogen wären, dann wäre 10 Minuten nach dem Spiel dort Nichts mehr losgewesen. Aber so hat sich noch Alles zum Guten gewendet und es wurde noch gefreiert. Wie überall in der Republik.
Es war schon längst dunkel, als ich nach Hause ging. Das andere Spiel hatte die meisten Leute nicht sonderlich interessiert. Das lag nicht daran, dass sich die halbe Werbeagenturwelt Berlin's eingefunden hatte, vielmehr daran, dass nach so einem Nervenkrieg nichts mehr hätte besser sein können.
Zu guter letzt noch ein Eindruck von Gestern als Bild- und Videomaterial. Bilder sagen eben mehr als 1000 Worte
Als ich dann auf dem Heimweg war, habe ich noch dieses wunderschöne Auto gesehen. Da soll mir doch noch mal einer sagen, die Jungs im Wedding hätten keinen Style:
Und last but not least nochmal ein Video vom Feiern. Falls Einer von den Gezeigten vor hatte mal Bundeskanzler zu werden. Vergesst es, dies ist nun vorbei, sorry.
(Wenn der Film nicht angezeigt wird, bitte Firefox verwenden)
Party Time nach dem Spiel.
Ach ja, alle die gestern noch Bilder geschossen haben, bitte schickt mir Eure Aufnahmen an meine eMail-Adresse. Danke.





