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- Sonntag, 22. Oktober 2006, 23:59
- Der Charme der Örtlichkeit: Nola's am Weinberg
- Ich mag ja das Nolas, eigentlich (und eigentlich heißt es Nola's am Weinberg. Im Volksmund aber Nolas - ist auch leserlicher). Es ist ein schöner Platz im Herzen des Weinbergparks - mitten in Berlin. An einem schönen, sonnigen Tag, wie es heute einer war, gehe ich gern dort hin. Manchmal treffe ich mich dort mit Freunden, manchmal nehme ich mir auch ein gutes Buch oder was ich sonst so zum Lesen in die Finger bekomme mit und genieße den Tag bei einem Latte Macchiato, oder zwei. Gerade an Sonntagen, an denen man gerne einmal den lieben Gott einen guten Mann sein lässt und sich vom Alltagsstress erholen will, bietet sich das Nolas mit seiner großen Terrasse mit Blick über den Park an.
Sonntags - da hat man Zeit, da ist es dann auch mal egal, wenn der Kaffee mal ein paar Minuten länger dauert. Im Nolas jedoch dauert es schon aus Prinzip länger - immer - auch unter der Woche. Vielleicht liegt es an ihrem System. Ein Kellner nimmt die Bestellung, sofern man überhaupt als neuer Gast bemerkt wird, auf, ein anderer Kellner serviert. So ist es nicht verwunderlich zwischen Eintreffen und dem ersten Nippen am Heißgetränk einmal eine halbe Stunde zu warten. Der geübte Nolas Besucher weiß das, stellt sich darauf ein, genießt die Sonnenstrahlen und wartet. Wenn nach einer halben Stunde das Getränk noch nicht da sein sollte, kann man, sofern man ihn erwischt, auch gerne noch mal den Kellner fragen.
An Herbsttagen wie heute kann es schon mal vorkommen, dass die Temperaturen auf einmal rapide sinken. Wenn die Sonne sich nicht mehr zeigt und ein Dunst über der Stadt liegt, wird es ohne Jacke und Pullover dann schon einmal ungemütlich. Für solch einen Fall oder auch wenn man einfach nur ein leckeres Essen von der schweizerischen Speisekarte zu sich nehmen will, besitzt das Nolas einen äußerst geschmackvoll eingerichteten Innenbereich (man kann jedoch auch draussen essen, damit keine Verwirrung aufkommt).
Seien wir mal ehrlich, es ist schon ein Kreuz mit der Technik. Auch wenn man dieser Tage auch nur einen Kaffee trinken möchte, fällt es einem gar nicht mehr so leicht ihr zu entkommen. Sitzt man beispielsweise an einem Tisch und möchte aus besagten Kälteerscheinungen das Gespräch mit seiner Begleitung nach innen verlegen, bringt das heutzutage nicht nur den Kellner, sondern auch die Kasse und damit die Abrechnung durcheinander. Jedoch, die Tücken der Technik kennend, fragt der geschulte Gast heute vorsichtshalber lieber einmal nach: "Entschuldigung, wir würden gerne nach drinnen wechseln und wollten lieber Bescheid geben, nicht das Eure Kasse durcheinander kommt." "Kein Thema, könnt ihr vielleicht zahlen, dann wird es hinterher kein Problem".
Soweit der einvernehmliche Teil. Es ist übrigens kein Problem im Nola mit Karte zu zahlen, oder fast keines, doch dazu komme ich später. Wer das Nolas nicht kennt, der stelle sich eine große - und wenn ich das sage dann ist sie auch wirklich, wirklich groß - Terrasse vor. Eine Kartenzahlung am Platz stellt jedoch kein Problem dar, denn dank des Segens der Technik sollte es möglich sein über ein Funk-Kartendurchzieh-Gerät bequem vom angewärmten Platz zu bezahlen. Im Nolas geht dies übrigens nicht, die Reichweite des Kastens reicht nicht. Dies ist aber schon bekannt und daher zucken nicht nur die Finger sobald man die Karte herausholt, sondern auch die Beine, um dem Kellner zur Kasse zur folgen.
Nun ja, es ist vielleicht jedem schon so gegangen, dass die Karte mal nicht wollte, auch beim zweiten Anlauf nicht, oder beim dritten. Nur gut, wenn man sich dann schon mal ins Warme retten kann, denn dank der Funktechnik (oder was auch immer es ist) kann dann der nächste Kellner ja noch mal zur Abrechnung vorbeikommen. Also, schnell die Karte durchgezogen und im Eiltempo in den Funkbereich und darauf hoffen, dass es funktioniert.
"So, jetzt hat es geklappt. Ich wünsche Euch noch einen schönen Abend". Spätestens hier hätten bereits die Alarmglocken bei mir klingeln sollen. Wir sind doch nur rein gegangen und wollten uns drin weiter unterhalten und ich hatte auch noch nichts gegessen und die Rösti mit Spiegeleiern sind vorzüglich.
Der Innenbereich ist überschaubar, wir jedoch waren nach dem Satz des Kellners anscheinend übersehbar. Es dauerte eine weitere geschlagene Viertelstunde, bis sich eine Kellnerin unserem Platz näherte und uns mit dem folgenden Satz begrüßte: "Seid ihr nur zum Aufwärmen hier oder bestellt Ihr auch was?" In solchen Augenblicken fällt einem, auch wenn man von der Berliner Gastronomie einiges gewohnt ist, nichts mehr ein.
Nach der Bestellung kam irgendwann noch eine Freundin an den Tisch und begrüßte uns mit den Worten "Schön, mal wieder im Nolas, der Laden mit dem schlechtesten Service der Stadt".
Nachdem ich meine Rösti verdrückt hatte blieb erstmal mein Teller oder besser gesagt die gusseiserne Pfanne noch weitere 15 Minuten vor meiner Nase stehen. Die Kellnerin war bereits fünf- oder sechsmal an mir vorbei gerannt. Danach wollten wir dann zahlen. Der geneigte Leser ahnt schon was jetzt kommt.
Ich zucke und zücke meine Euro-, oder soll man nicht besser heute sagen, Mastercard, um meine Rechnung von 13 Euro zu begleichen. Meine charmanten Begleitungen sahen es nicht ein für den miesen Service Trinkgeld zu geben und verlangten daher das Wechselgeld zurück, was der Kellnerin anscheinend missfiel. Daher kam sie irgendwann mit dem Gerät (das ausnahmsweise einmal funktionierte) zurück und fauchte mich an: "Wenn ihr das nächste Mal kommt, wenn ihr überhaupt noch mal kommt, kannst Du Dir gleich merken, dass wir bei so kleinen Beträgen die Eurocard nicht annehmen, nur EC".
Einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig. Ich blieb ruhig, sagte gar nichts, schaute sie nicht an und bin stolz auf mich. Ich bin wie gesagt mittlerweile die Gastronomiebetriebe in Berlin gewohnt - und wer mich kennt, der wird jetzt wieder sagen: "Mecker' nicht schon wieder, das ist halt Berlin" - aber so was ist mir selbst hier noch nicht passiert. Doch mein ausgeglichenes Gemüt war mir diesen Sonntag wichtiger, als mich mit dieser Person auseinander zu setzen.
Also - wer es selbst einmal testen und einen schönen Platz mit extrem schlechtem Service und dazu noch für Berliner Verhältnisse ambitionierten Preisen erleben will, dem empfehle ich das
Nola's am Weinberg
Restaurant & Cocktail Lounge
Veteranenstraße 9
10119 Berlin-Mitte
Fon 440 40 766
Der Charme der Örtlichkeit ist eben alles.
- Freitag, 20. Oktober 2006, 13:43
- Digitale Bohème Nachschlag
- So, nun war ich also auf dieser Lesung zu dem Buch "Wir nennen es Arbeit"
. Ich habe mir das Buch zwar aus Interesse hinterher gekauft, doch an der Lesung selbst kann es nicht gelegen haben. Gut, dass ich am Fenster saß und zumindest das Treiben am U-Bahnhof Schönhauser Allee beobachten konnte.
Was ich auf alle Fälle heraus gehört habe ist, dass sich der Digitale Bohème vorwiegend darum kümmert RESPECT-Netzwerke aufzubauen, um von diesen dann CREDITS zu ernten. Der DB investiert also mehr Zeit in das Knüpfen von Kontakten mit Gleichgesinnten, als sich um das Geldverdienen zu kümmern. Das Verdienen von schnöden Mammon dient einzig und allein dazu, nicht zu verhungern, das Überleben zu sichern. Nur so lässt sich anscheinend erklären, dass der geneigte Zuhörer 5 Euro Eintritt für die Lesung berappen musste. Denn der DB entwickelt eigene Überlebensstrategien, um seinen Fortbestand zu sichern.
Alles in Allem wirkte das Ganze recht unvorbereitet und die Lesefähigkeit des ein oder anderen Autors ließ auch zu wünschen übrig. Und bitte Jungs, lernt für die weiteren Lesungen, die ihr haltet, wie man ein Mikrophon benutzt. Der schönste Satz des Abends war meiner Meinug nach: "Wir danken vor allem unserem Gaphiker, der es geschafft hat Illustrationen zu machen die immer ein kleines Stückchen am Thema vorbei gehen".
Das Buch ist jetzt bei mir in der Warteschlange und ich werde es demnächst antesten, um mir ein eindringlicheres Bild zu machen. Fortsetzung folgt.
- Dienstag, 18. Juli 2006, 22:03
- der, die, das
- Nachdem der Duden letzthin eine Entscheidung getroffen hat, welchen Artikel Weblogs haben, nämlich der Weblog und nicht das Weblog (matblog berichtete
), möchte ich hiermit einen Schritt weiter gehen und die Email in das Email umbennen, denn:
Das Email oder die Emaille (aus dem altfränkischen: Smalt (auch Schmalt) = Schmelz und daraus französisch émail) bezeichnet einen aufgeschmolzenen glasigen Schutzüberzug aus Silikaten; dafür wird mitunter auch der Ausdruck Glasflüsse gebraucht. Als Trägermaterial dienen dabei meist Metall oder Keramik (bez. auch als Glasur), die bei hohen Temperaturen beschichtet werden.
Nachzulesen hier
.
So, jetzt habt ihr's.
- Mittwoch, 12. Juli 2006, 16:53
- Schlaf' gut, Europa!
- Unternehmen in Europa verschlafen das Web 2.0. Dies soll zumindest das Marktforschungsinstitut Gartner
herausgefunden haben. In einem Artikel der Computerwoche
, denen der Artikel anscheinend vorlag (ich konnte ihn auf der Gartner-Seite nicht entdecken), werden als Hindernisgründe für eine Akzeptanz des Web 2.0 die Nabelschau der Blogosphäre (Anm.: Konzentration auf sich selbst), die geringe Aktivität der Marketing-Abteilungen von europäischen IT-Anbietern sowie das grundlegende Misstrauen der Presse (Anm.: Wen wundert's?) genannt.
Wie mit einem Wecker mit "Schlummertaste" würde in Europa mit dem Thema Web 2.0 umgegangen werden. Anstatt schnelle Entscheidungen zu treffen, wird sich lieber noch einmal umgedreht. Und während die europäische Wirtschaft im Schlafwagen dahin rollt, braust die Amerikanische im Acela
vorbei.
Gartner mahnt zur schnellen Änderung im Umgang mit Web 2.0:
Web-Seiten für die soziale Interaktion und Micro-Applikationen im Web könnten schließlich dazu beitragen, die Inhalte und Erfahrungen der Menschen als mächtige Ressource für das eigene Geschäft zu nutzen. Davon betroffen sei nicht nur die exponierte Medienbranche, sondern alle Sektoren, die durch eine Vielzahl von Interaktionen etwa mit Endkunden geprägt sind.
Die europäische "Web 2.0-Szene" ist überaus überschaubar, so die Marktforscher.
Die Studie verwundert mich keines Falls. Oft bekommt man Briefings in denen Communityfunktionen wie im Jahre 1998 gefordert werden: Gästebuch, Forum. Newsletter. Von Vernetzung der Communitymitglieder untereinander, geschweige denn von Partizipation keine Spur.
Oft muss man mühsam erklären, was es mit dem Web 2.0 überhaupt auf sich hat. Klar, dass Web 2.0 Anwendung auch ihren Preis haben. Oft erhält dann der billigste Anbieter den Zuschlag. Aber, hey, es geht doch nichts über ein gutes Gästebuch.
Interessanterweise haben aber auch viele Leute aus der "Branche" nicht die geringste Ahnung, was es mit dem Begriff überhaupt auf sich hat. Anwendungen kommen wirklich nur zögerlich auf den Markt. Beispiel hierfür sollen mal die Social Content Webseiten sein. Dies sind Webseiten, bei denen Benutzer interessanten Content in Form von Links als Information in das jeweilige System einstellen und dieser dann von Anderen bewertet werden kann. Die am besten bewerteten Meldungen werden dann für einen Tag auf der Startseite angezeigt.
In den Staaten lassen sich mittlerweile mehrere dieser Seiten finden. digg
oder reddit
(mein Favourite) beispielsweise. Um das Beispiel zu verdeutlichen: Geradeeben befanden sich bei digg 1.250 Artikel in der Warteschlange, beim deutschen Pendant YIGG!
ist gerade der Server abgeschmiert. Nein Scherz beiseite, bei YIGG! gibt es im Gegensatz dazu höchstens 1.250 registrierte Benutzer (Stand 12.07.2006). Die größte Anzahl an Artikeln in der Warteschlange die mir bis jetzt aufgefallen ist lag bei 30. Am Wochenende ist sie mitunter teilweise komplett leer.
Paul Graham, den ich schon in meinem Web 2.0 Kapitel meiner Diplomarbeit
des öfteren zitiert habe beschreibt in seinem Artikel seine Beziehung zu reddit wie folgt:
I never look at any news site now except Reddit. I know if something major happens, or someone writes a particularly interesting article, it will show up there. Why bother checking the front page of any specific paper or magazine? Reddit's like an RSS feed for the whole web, with a filter for quality.
Vielleicht ist ja dem Ein oder Anderen beim Lesen von Blogs schon einmal diese lustigen bunten Icons unter den Blogeinträgen aufgefallen, das kann dann z.B. so aussehen:

Gut, das hier sind schon verdammt viele. Aber sie haben zumindest alle ein Ziel. Sie erlauben dem Benutzer entweder den Artikel Anderen, über eine der oben erwähnten Social Content Seiten, weiter zu empfehlen oder sich den Artikel in seinem Social Bookmark Manager zu speichern.
Alle diese Icons dort oben führen übrigens zu amerikanischen Anbietern. Ich habe diese beeindruckende Leiste bei scill.de
gefunden. Dort wird auf Deutsch gebloggt, aber bookmarken kann ich es in Amerika. Wieso? Weil deutsche Anbieter noch auf sich warten lassen. Wer sich meine Optionen unter diesem Artikel ansieht, wird feststellen, dass es nur drei dieser Buttons zur Auswahl gibt. yigg.de, wie bereits beschrieben, ein deutscher Social Bookmarking Manager namens Mister Wong
und del.icio.us
, was aber auch schon wieder amerikanisch ist. So weit zum Thema europäische und amerikanische Web 2.0 Applikationen.
Ich möchte nicht verheimlichen, dass es mit Sicherheit auch gute europäische Web 2.0 Seiten gibt. Last.fm
ist ein gutes Beispiel dafür (darüber habe ich früher einmal berichtet
). Wo ich im Endeffekt meine Bookmarks ablege ist ja im Endeffekt auch egal. Die Seiten sind so kinderleicht zu bedienen, dass ich selbst ohne Englisch zu können diese nutzen kann.
Aber, der Knackpunkt an der ganzen Sache ist meiner Meinung nach der Mangel an Innovation. Zu wenig Seiten lassen sich ein neues Konzept einfallen. Und sein wir mal ehrlich, die Kopie von der Kopie von der Kopie reisst mich wirklich nicht vom Hocker.
Ich würde gerne wissen was Gartner mit der Nabelschau der Blogosphäre meint. Natürlich ist diese auf sich beschränkt, da es Nichts anderes gibt. Und die paar Blogger in Deutschland sind so überschaubar, dass man schon froh ist überhaupt einmal ein Trackback
zu bekommen.
Ich will längst nicht alles schlecht machen. Ich unterstütze auch nur die Forderung, dass sich im Denken etwas ändern muss. Sonst wachen wir gar nicht mehr auf.
Ich möchte mit diesem Artikel auch keine der oben verlinkten Seiten schlechtreden. Auch wenn es vielleicht zunächst etwas zynisch klang, was ich über YIGG! gesagt habe, halte ich es für eine wichtige Quelle der Information. Ich kann nur wünschen, dass es noch mehr Benutzer für sich entdecken.
Jetzt wisst ihr zumindest, was diese komischen Buttons da unten zu bedeuten haben. Also Leute, es liegt an Euch, YIGGEN oder WONGEN. Das Web 2.0 lebt von der Partizipation seiner Mitglieder und dieses Blog gehört in seiner Eigenschaft als Blog dazu und ihr auch, wenn ihr es lest.
Und was haben wir noch gelernt? Lange Artikel ohne Bild im matblog sind was Ernstes.
- Montag, 26. Juni 2006, 16:15
- WM 2006 :: An alle Zweifler
- In meinem Umfeld werden erste Zweifel laut, ob es Deutschland schaffen kann Argentinien am Freitag zu schlagen. Kein Mensch traut sich auszusprechen, dass die Nationalmannschaft als Sieger vom Platz geht. Argentinien sei die stärkste Mannschaft und wurde auch schon vor der WM als Favorit gehandelt. Diese Einstellung verwundert mich etwas. Natürlich ist dies zu schaffen.
Ich bin absolut davon überzeugt, dass die Klinsmänner den Argentiniern einheizen werden und auch als Sieger ins Halbfinale einziehen. Woher ich diese Gewissheit nehme? Weil ich fest und inständig daran glaube. Je mehr Leute natürlich daran glauben, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass der Spirit auf die Klinsmannschaft überspringt.
Und bitte kommt mir nicht mit dem Argument, Argentinien seie der erste ernstzunemende Gegner seit 8 Jahren. Ihr dürft dabei nicht vergessen, dass die Gauchos auf die erste ernstzunehmende Nationalmannschaft seit 8 Jahren trifft.
Wir sind Klinsmann, wir denken positiv
.
- Montag, 26. Juni 2006, 05:11
- Richtig unsympathisch
- Habe gerade meinen wöchentlichen Newsletter von openBC gelesen. Ich bin dort kein Premium-Mitglied.
Nur als Premium-Mitglied können Sie die komplette Liste der Abrufe Ihrer Kontaktseite mit dem Grund für den Besuch abrufen. Schließen Sie hier die Premium-Mitgliedschaft ab.
Das ist ja nichts Neues, aber kann man es noch beschissener formulieren? openBC wird ja gerne im Zusammenhang mit Sozialer Software und dementsprechend mit Web 2.0 genannt.
Leider verstoßen die Macher mit dieser Formulierung gegen eine Eigenschaft des Web 2.0, die Paul Graham identifziert hat. Don't Maltreat Users
(Misshandle Deine User nicht).
- Mittwoch, 14. Juni 2006, 14:07
- Sonne + WM = Keine Lust zu lesen?
- Die Sonne brennt gnadenlos vom Berliner Himmel. Selbst eine harmlose Fahrradstrecke von 2km wird zum Himmelfahrtskommando. Wer nicht in jeder Ecke der Stadt einen Kleiderschrank und eine Dusche (Vorsicht: Berlinerisch ->) z u stehen hat, hat um sich herum bestimmt viel Platz beim letzten Spiel des Tages.
Im Internet passiert interessanterweise im Moment auch gar nichts. Vielleicht liegt es ja an einer Interessenverschiebung. Aber mal ehrlich, welche Meldungen sollen einen denn momentan vom Hocker reissen? Das Google an einem eigenen Bezahlsystem namens GBuy
arbeitet? Das ein Meteorit auf dem Mond eingeschlagen
ist? Das Jemand die 10 Top Sicherheitslücken in PHP
geposted hat?
Vielleicht hilft ja zu Zeiten der WM zumindest die Erkenntnis, dass Kaffee Leberschäden durch Alkohol verhindern soll
.
Mir fällt es im Moment ziemlich schwer zu lesen. Die Hitze drückt auf meinen Kopf. Vielleicht schaffe ich ja zumindest 10 Minuten am Tag. Denn:
Work on the project every day, even if it's only for 10 minutes. Every single day, no matter what, but you only need to commit to 10 minutes. You can always find 10 minutes, right? Maybe just before you go to bed, or just before you plunk down in front of the television.
Quelle: ninjabee.com
Für alle die es gar nicht mehr aushalten mit der Hitze. Heute Abend und morgen soll es regnen und außerdem hilft uns die Bild-Zeitung. Sie klärt die Frage, wieviel Kleidung man beim Arbeiten überhaupt anhaben muss
.
- Dienstag, 6. Juni 2006, 23:21
- The Internet sucks on Monday
- So, der ganze Tag fast um und da halte ich es mit einem schönen Artikel auf Creation Robot
.
The internet sucks on monday. Warum? Weil all die hippen Webworker am Wochenende zu Hause sind, im Web dann nichts passiert und am Montag dann jeder versucht den letzten Scheiß zu bloggen, der gerade irgendwie aufgegabelt wird.
Ok, heute ist Dienstag, aber es war ja auch Pfingsten.
- Donnerstag, 1. Juni 2006, 18:13
- openBC. Hat es mir eigentlich was gebracht?
- Eine Freundin stellte mir gerade per eMail eine Frage:
Noch eine Frage: openbc, hat dir das bisher was gebracht?
Über meine Antwort war dann doch selbst überrascht:
Tja,
openbc
Ich habe bisher 7 Jobangebote bekommen, falls Du das wissen willst. Ansonsten ist es auf alle Fälle eine Selbstdarstellerplattform. Wenn Du nicht Premium-Mitglied wirst, dann kannst Du auch nicht sehen wer auf Deiner Seite war und sich für Dich interessiert. Und du kannst nicht die Kontakte Deiner Kontakte sehen, wobei das eh ziemlich schlecht aufbereitet ist und die Suche ist eingeschränkt.
Aber es ist eben en vogue da dabei zu sein, um zu zeigen wer den Längsten hat
Zumindest hat man einen Überblick über seine Kontakte und ich habe auch schon ein paar alte Schulfreunde wiedergetroffen, mit denen ich schon seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Ist halt nur die Frage, ob man das will.
Dabeisein ist alles.
- Freitag, 19. Mai 2006, 22:13
- Kostenlose Musik über das Internet
- Seien wir mal ehrlich. Die meisten Platten die die Musikindustrie so auf den Markt scmeisst sind doch Schrott. So empfand ich das neue "Red Hot Chilli Peppers"-Album als wahre Enttäuschung. Und das ist ja zumindest das Album in das die Musikindustrie die meiste Hoffnung für das Jahr 2006 setzt. Eigentlich hätten es drei Alben, anstatt eines Doppel-Albums, werden sollen. Mir graust es schon, wenn ich daran nur denke. Aber, hey, ab Track 25 von 28 wird das Album eigentlich doch ganz gut und für 4 gute Tracks kann man doch schon mal € 17,95 ausgeben, oder?
Oder man sieht sich im WWW mal nach kostenloser Musik um. Ich habe hierzu mir mal drei Services genauer angesehen: Last FM, Pandora und jamendo.
Last FM
Last FM ist in erster Linie eine Community-Seite. Hier geht es vorallem darum sich im Kosmos der Musik hörenden selbst zu finden und zu definieren. Auf einer Unterseite verspricht Last FM zu zeigen was gerade Up To Date ist. In Wirklichkeit verbirgt sich dahinter nichts weiter als eine simple Tag Cloud. Wie das allerdings immer so ist mit Tag Clouds: Wenn viele User den Tag "Gummischuh" eintragen, dann ist "Gummischuh" eben die im Moment angesagte Musikrichtung.
Da Last FM ja ein Community Portal ist, kann man natürlich auch andere User finden und sich in Gruppen organisieren. Damit ist aber natürlich noch kein einziger Ton Musik gehört und darum geht es hier ja schließlich.
Last FM und eine andere Seite namens Audioscrobbler verschmolzen im Jahre 2005. Audioscrobbler lieferte dabei eine Technologie, die es ermöglicht mittels PlugIn im favorisierten MP3/CD-Player auf seinem Rechner die Songinformationen an einen Server zu schicken und dadurch ein musikalisches Profil von sich selbst anzulegen.
Nach der Transaktion der Informationen von ungefähr 300 Songs ist das Profil erstellt und ein persönlicher Musikstream (Neighbour Radio genannt)wird erstellt, den man dann, mittels des auf dem Rechner zu installierenden Last FM-Players, hören kann.
Ich habe mittlerweile über 500 Songs gehört. Das Problem dabei ist nur, dass mein Musikgeschmack im Laufe der Jahre recht vielfältig geworden ist (siehe Listening-Box) in meiner Seitenleiste. Daher kann anscheinend Last FM mir bisher kein vernünftiges Profil zuordnen. Mein Neighbour Radio ist ziemlich schrottig, aber das kann sich ja noch bessern.
Schade auch, dass man sich extra den Player installieren muss. Aber zumindest kann man aus dem Player heraus eine Suche nach Artists (und Tags) durchführen und dazu entsprechend wird ein Stream generiert. Bei meiner Suche nach "Spank Rock" kam auch hier jedenfalls kein vernünftiger Stream zustande.
Aber dafür ist die Musik kostenlos, der Service jedoch noch Verbesserungswürdig. Auch nicht wirklich gut gelöst finde ich die Übersichtlichkeit der Seite. Es gibt also einiges zu verbessern, aber Last FM sucht ja noch Developer.
Wer mal mein Neighbour Radio ausprobieren will findet dazu einen Link auf meiner Profilseite.
Pandora
Sehr viel ausgereifter kommt Pandora daher. Hier ist nicht der Gedanke der Community im Vordergrund, sondern einfach die Idee der Empfehlungen. Pandora ist ein Ergebnis des Music Genome Projects, welches im Jahre 2000 von Musikern und musikverrückten Programmierern ins Leben gerufen wurde. Der Grundgedanke dabei ist es die Gene von Musikstücken zu identifizieren. Jeder Song hat unterschiedliche Merkmale, sei es seine Melodie, der Rhytmus, sein Arrangement, die Art wie er gesungen ist, etc.
Ruft man die Seite von Pandora auf, wird man schlicht und einfach nur von einem Flash-basierten Player begrüßt, der einen bittet einen Artist oder den Titel eines Songs einzugeben. Dann wird in der Datenbank danach gesucht und ein Stream zusammengestellt.
Anhand der Gene und einem einfachen Ratingsystem (mag ich oder mag ich nicht) verändert sich dann der Stream über die Zeit.
Auch hier habe ich als Ausgangsbasis "Spank Rock" eingegeben und nach einer Stunde Rating war ich zwar nicht bei Songs die Spank Rock ähnlich sind (ich glaube das ist auch schwierig, weil es nichts vergleichbares gibt), aber zumindest trifft Pandora nun bereits ganz gut meinen Hip Hop Geschmack. Wer das mal hören will, kann dies auf meinem MatHopRadio tuen. Ich kann auch nicht sagen was da läuft. Der Stream ist ja wie gesagt computergeneriert an Hand meines Votings.
Eigene Radiostationen können nur angelegt, wenn man sich als Nutzer registriert. Leider ist dieser Service nur auf US-Bürger beschränkt. Durch die Abfrage eines amerikanischen ZIP-Codes soll dies gewährleistet werden. Ich wohne übrigens in New York und habe den ZIP-Code 14127.
Pandora kann ich nur empfehlen. Es macht einfach Spaß dort Musik zu hören und vor allem immer wieder etwas Neues zu entdecken. Je länger man einen Stream hört, desto eher nähert sich Pandora an den eigenen Musikgeschmack an und beim nächsten mal Reinhören hört man das was man will.
Ein weiter Versuch ist übrigens mein Hot Chip Radio, bei dem ich als Ausgangswert die momentan ziemlich gehypten Hot Chip als Ausgangsbasis eingegeben habe. Viel Spaß beim Ausprobieren.
Ach ja, noch was. Wenn einem ein Song gefällt, dann kann man über einen Klick damit einen neuen Stream anlegen und diesen Song als Asgangsbasis dafür verwenden. Währen des Hörens von Hot Chip Radio kam mir ein Remix von Need You Tonight von INXS unter. Den habe ich gleich mal als Ausgangsbasis für mein "Need You Tonight (Static Revenger Mix Edit) Radio" genommen und auf dem hab ich gerade einen coolen Remix von Seals Killer gehört. Ob ich daraus ne Station machen soll?
jamendo
Einen völlig anderen Ansatz verfolgt die aus Frankreich stammende Musik(er)-Plattform jamendo. Auf jamendo werden Musikstücke von unbekannten Artists angeboten, die ihre Musik unter der ein oder anderen Art der Creative Commons License vertreiben.
Das besondere an jamendo ist, dass man die Songs auf verschiedene Art und Weise auf den Rechner bekommt. Man kann sich Alben entweder im klassischen Stream (per .m3u oder .pls) im favorisierten Player anhören oder auch als Podcast. Der Clou jedoch ist, dass man alle Songs herunterladen kann. Dazu greift jamendo auf die P2P-Filesharing Lösungen Bittorrent und Edonkey zurück.
Nur weil Artists nicht im Plattenregal stehen, bedeutet dies noch lange nicht, dass sie weniger porfessionell gemachte Musik vertreiben Im Gegenteil, wer sich davon selbst überzeugen möchte sollte sich mal das Ambient-Album von LEGO anhören. Das ist richtig gut.
jamendo ist vielleicht nicht so ausgereift wie die anderen beiden Lösungen, aber es macht Spaß zu stöbern. Besonders gut gefallen mir die vielfältigen Möglichkeiten die Musik zu hören und darüber hinaus auch noch downzuloaden. Auf Grund der Creative Commons License bietet es sich beispielsweise auch an die Musik im eigenen Podcast zu verbraten.
Fazit
Über das Internet lässt sich mittlerweile soviel Musik konsumieren, dass der Musikindustrie nicht umsonst Angst und Bange ist. Aber mal ehrlich, warum soll ich ein Schweinegeld für die Sachen hinlegen?
Dennoch können die vorgestellten Seiten eine Chance für die Musikindustrie sein. So kann man beispielsweise über Pandora die Songs gleich bei amazon bestellen oder bei iTunes kaufen. So haben doch beide Seiten was davon.
Mal abgesehen davon kaufe ich mir die Musik die wirklich gut ist auf Vinyl.





